Im Februar 2024 hat die Gemeinde den Sondernutzungsplan verabschiedet und die eingegangenen Einsprachen mit einer Ausnahme abgewiesen. Das Referendum wurde ergriffen und damit wurde der Erlass des Überbauungsplanes an die Gemeindeversammlung überwiesen. Der Sondernutzungsplan wurde an der Gemeindeversammlung vom 27. Juni 2024 angenommen. Die erstmalige Nutzung der Beschneiungsinfrastruktur ist für den Winter 26/27 gewährleistet.
Das Beschneiungsprojekt gewährleistet Schneesicherheit von Mitte Dezember bis Ende März. Die Wasserentnahme im Tal ermöglicht zudem die kostengünstige Beschneiung der Schlittelbahn und der Talabfahrt. Laut Bericht «Analyse der Schneesicherheit im Skigebiet Elm», von Professor Bruno Abegg von der Uni St. Gallen und Professor Robert Steiger von der Uni Innsbruck, kann die geplante Infrastruktur in ihrer geplanten Dimension die Schneesicherheit deutlich erhöhen.
Geht man von 20 Jahren (mittlere Dekade im Zeitfenster 2030: 2019–2049) aus, werden gute Werte erreicht, auch im Bereich der Talstation. Beim Horizont von 40 Jahren (mittlere Dekade im Zeitfenster 2050: 2039–2069) müssen Abstriche gemacht werden, die sowohl die Talabfahrt als auch den Saisonstart inklusive Weihnachten/Neujahr betreffen. In einer wärmeren Zukunft (RCP 8.5-Szenario – kein Klimaschutz) würden deutlich mehr Wasser für die Beschneiung benötigt. Jedoch können die Skigebietsbetreiber die Wasserverfügbarkeit auch für dieses Szenario bestätigen. Zudem werden durch die Verlässlichkeit der Erzielung von genügenden Cash Flows weitere Investition auch in Sommerangebote möglich, um die Winterabhängigkeit weiter zu reduzieren.
Der Bundesrat hat am 2. Juni 2023 beschlossen, das Jagdbanngebiet Kärpf anzupassen, um die touristische Entwicklung in Elm zu sichern. Dies löst den langjährigen Zielkonflikt zwischen dem Jagdbanngebiet und der touristischen Nutzung in Elm. Die touristische Nutzung und Entwicklung des Ski- und Wandergebiets in Elm hat Vorrang, und das intensiv genutzte Tourismusgebiet wird aus dem Jagdbanngebiet entlassen. Als Ersatz wird im Chrauchtal ein neues Jagdbanngebiet ausgeschieden. Diese Massnahme ermöglicht die Realisierung des Beschneiungsprojekts FUTURO und sichert die langfristige touristische Nutzung und Entwicklung in Elm. Die Anpassung des Jagdbanngebiets ist von grosser volkswirtschaftlicher Bedeutung für die Region und den Kanton Glarus.
Elm wird als kompetentes Wintersportgebiet wahrgenommen. Die Sportbahnen Elm wird in der Ostschweiz als eines der führenden Bergbahnunternehmen betrachtet, durch die im Vergleich zu gleichgrossen Skigebieten viel geringerer Beschneiungskapazität als nicht mit gleich langen Spiessen ausgerüstet, um die Zukunft sichern zu können. Die gesamte Ferienregion Elm hat sich im Sog dieser Entwicklung entsprechend profiliert und als klassisches Wintererholungsgebiet etabliert. Dies verdeutlichen einerseits die bestehende Entwicklung der Sportbahnen Elm, andererseits die regionale und nationale Wahrnehmung auch aufgrund des Skisports mit national und international bekannten Skigrössen.
Die Talabfahrt in Elm soll zukünftig beschneit werden, um die Gästezufriedenheit zu erhöhen und die touristische Attraktivität des Skigebiets zu sichern. Zudem ist die Beschneiung der Talabfahrt und der Schlittelbahn technisch begründet und dient als wesentliches Marketingargument. Das Skigebiet Elm wird nur so als komplett geöffnet betrachten, was wiederum die Akzeptanz des vollen Tarifs durch die Kunden fördert. Auch bei starkem Wind kann damit eine Nutzungsmöglichkeit sichergestellt werden und verhindert negative Berichterstattung bei der Schliessung. Ausserdem ist die Talabfahrt und vor allem die Schlittelbahn ein zentrales Element des strategischen Fokus auf Schulen, Familien und Firmen. Muss die Schlittelbahn aufgrund von fehlendem Schnee geschlossen werden, verlieren die Sportbahnen den Grossteil der Schulreservationen und damit einen bedeutenden Teil des Winterumsatzes.